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Frauenchor

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50 Pfennig von jeder Sängerin Frauenchor "1963/1973" Holzheim: Mehr als vier Jahrzehnte erfolgreich

Die Lust am Singen sorgt beim Frauenchor "1963/1973" Holzheim nun schon mehr als 40 Jahre für Aktivitäten. Es ist ein überaus lebendiger Verein, in dem jede Sängerin ihr individuelles Talent einbringen kann. Das große Plus des Chores ist die Einigkeit, die trotz aller Gegensätze über all die Jahre bewahrt wurde. "Darauf sind wir stolz", meint die Vorsitzende Ruth Schneider.

Stark vertreten präsentierte sich der Holzheimer Frauenchor beim Besuch von "RLZ vor Ort".

Ein Blick in die Vereinsgeschichte zeigt die Anfänge im Jahre 1963.

Dank der beharrlichen Initiative von Else Birlenbach wurde der Verein ins Leben gerufen. Oberlehrer Robert Pauly übernahm die Chorleitung. Die darauffolgenden nächsten zehn Jahre trafen sich die Frauen zu Proben in der neuen Schule. Aus Geldmangel wurden die Noten von der Tafel abgeschrieben. Das erste Liederbuch wurde aus dem Budget der Kirchengemeinde gestiftet. Da die Kasse leer war, konnte dem Dirigenten kein Honorar bezahlt werden. Er erhielt zum Ausgleich an besonderen Festtagen im Laufe eines Jahres ein kleines Geschenk als Anerkennung für seine engagierte Chorarbeit.

Frauenchor HolzheimUm eine finanzielle Grundlage zu schaffen, sammelte man schließlich von jeder Sängerin 50 Pfennig ein. Im Jahr 1973 schloss sich der Frauenchor dem Deutschen Sängerbund an, und Robert Pauly legte aus gesundheitlichen Gruenden den Dirigentenstab nieder.

In dem neuen Vorstand wurden Martha Langenau Vorsitzende und Angelika Seib neue Chorleiterin. Der Chor ging 1975 zum ersten Wettstreit und errang einen 2. und einen 3. Preis. Wettstreite, Kritik- und Wertungssingen folgten. Bei all dem kam die Geselligkeit nicht zu kurz.

Bis 1993 wurden Faschingsveranstaltungen gefeiert. Auch Wanderungen und Halbtagsausflüge gehörten zum Jahresprogramm. Die Frauen hoffen nun auf neue Mitglieder, die sich mit bewährter und neuerer Chor-Literatur wohl fühlen.

Im Jahr 1992 gab Angelika Seib den Dirigentenstab weiter an Rolf Schultheis. Nach 30 Jahren traten 2003 Helene Stendebach als Vorsitzende und Hildegard Bittkau als 2. Vorsitzende von ihren Ämtern zurück. Sie erhielten ein herzliches Dankeschön für ihr langjähriges Engagement. Die Gründungsmitglieder Helene Stendebach, Leni Bauer, Emi Langschied und Martha Langenau konnten bei der Feier zum 40-jährigen Bestehen des Chores 2003 Ehrungen entgegennehmen.

Das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Mönkeberg und Holzheim 2003 war der Anlass, einen Projektchor mit dem Männergesangverein Holzheim zu gründen.

In der Vakanz, nachdem Rolf Schultheis Anfang 2004 den Dirigentenstab niederlegte, übernahm Martina Becker die Chorleitung. Am 16. Oktober wird der Frauenchor zu einem Weinfest wieder seine Stimmen erklingen lassen. Die Frauen werden auch die Herbsttagung des Sängerkreises Unterlahn ausrichten.

Quelle: RLZ v. 18./19.09.2004

 

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