Holzheimer Theatergruppe Fairy-Tale begeistert mit ihrem Disney-Märchen in der Ardeckhalle
Pinocchio kann auch tanzen und singen, hier bei einem Theaterauftritt.
Fotos: Thamm
Kurz vor dem Jubiläumsjahr begeistert die Holzheimer Theatergruppe Fairy-Tale vor allem die jungen Gäste mit ihrem Disney-Märchen "Pinocchio.
Holzheim. Gestern war in der Ardeckhalle Premiere, die Aufregung bei den Beteiligten war groß, doch noch größer war die Begeisterung bei den Zuschauern. Die zauberhafte Geschichte der Holzpuppe Pinocchio wurde von Monika Birlenbach mit ihrem Team wundervoll auf die Bühne gebracht.
Immer wieder werden die Kinder aufs Neue verblüfft. Für einen Überraschungseffekt sorgt zum Beispiel Pinocchios Nase, die plötzlich immer größer wird, als er gegenüber der blauen Fee nicht bei der Wahrheit bleibt, und schließlich so groß wird, dass sogar ein Vögelchen darauf nistet. Da wachsen Pinocchio und anderen plötzlich Eselsohren und man hört ein lautes «Iah». Da wechseln blitzschnell die Handlungsorte, und Seifenblasen und glänzend-schuppige Fische (auf Rollschuhen) entführen in Sekundenschnelle unter die Meeresoberfläche.
Ein Team mit tollen Schauspielern
Mit der Besetzung der Rollen hat Monika Birlenbach wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen. Denia Gilberg, zwölfjähriges Fairy-Tale-Urgewächs, mit Mutter und Schwester auf der Bühne, ist die Rolle des Pinocchio auf den Leib geschrieben. Sie spielt sich einfühlsam und überzeugend in die Herzen der Zuschauer. Das geht sogar so weit, dass Denia nach der Vorführung mit zahlreichen Kindern für ein Foto posieren muss, ganz wie die großen Filmschauspieler. So schnell ist man berühmt. Aber sie hat es verdient.
Herausragend ist auch Mara Lenhardt in der Rolle des grüngesichtigen Jimniy, der Pinocchios Gewissen (und Schutzengel) darstellt. Mimisch und gestisch auf hohem Niveau, sind Mara Lenhardt in ihrer spritzig-überzeugenden Art immer wieder Lacherfolge garantiert. Authentisch agierend auch ihr Mann Andreas Lenhardt in der Rolle von Pinocchios Schnitz-Vater Geppetto, dessen Wunsch, dass die Holzpuppe über Nacht zum Leben erwacht, auf wundersame Weise in Erfüllung geht.
Und am Ende wird aus Pinocchio sogar ein Mensch aus Fleisch und Blut.
Doch bis es so weit ist, muss Pinocchio zahlreiche Abenteuer bestehen, um zu lernen, was Recht und Unrecht ist und wird ständig neuen Versuchungen ausgesetzt. Daher steht dem hölzernen Wicht Jimniy als Gewissen zur Seite und selbstverständlich Geppetto und dessen schwarze Katze Figaro, eindrucksvoll auf vier Pfoten gesetzt von Miriam Kalteyer. Kerstin Lankes macht als blaue Fee eine überaus sympathische Figur.
Aufgrund eines plötzlichen Krankheitsfalls muss Tabea Gilberg in eine Doppelrolle schlüpfen. Dass sie dabei das Textheft zur Hand nehmen muss, stört nicht. Sie musste ja die Rolle innerhalb von drei Tagen übernehmen – und das noch auf Rollschuhen.
Ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild, ein tolles Schauspielerteam, zahlreiche Effekte akustischer wie optischer Art sowie ein herzzerreißender Pinocchio sorgen für ein vorweihnachtliches Erlebnis der besonderen Art.
Wer dieses Theaterstück erleben will, hat dazu noch mehrmals Gelegenheit. Übrigens ist die Vorführung am heutigen Freitagmorgen bereits ausverkauft. Weitere Termine sind: Heute, Freitag, 15 Uhr, sowie am Sonntag, 13. Dezember, 14 und 17 Uhr. tam





