Verkehr Abriss eines Bahnhauses ist Voraussetzung – Unterführung am Bahnhof
Von RZ-Redakteur Carlo Rosenkranz
Nassau. Nach langem Stillstand gibt es wieder Aussichten, dass die südliche Entlastungsstraße als Verlängerung der Bahnhofsstraße weitergebaut werden kann. Seit mehr als einem Jahr tüftelt die Stadt an einer Möglichkeit, wie die Firma CHG Gross über die Leifheitstraße angebunden werden kann. Dabei gibt es offene Fragen im Zusammenhang mit einem Leifheit-Gebäude. Nun hat die Stadt eine alternative Lösung ins Auge gefasst. Ziel ist es, den Bahnübergang „In der Laach“ hinter Lidl zu schließen.
Das ist Voraussetzung für den letzten Bauabschnitt in der Bahnhofstraße zwischen „Weilspießen“ und Obernhofer Straße. Andernfalls würde eine technisch aufwendige und teure Ampellösung notwendig, die man vermeiden möchte. Die Stadt hat nun der Bahn Pläne der Alternativlösung vorgelegt. Diese sieht vor, dass das Stellwerkhäuschen am Bahnübergang „In der Laach“ abgerissen wird.
„Wenn die Bahn zustimmt, könnte die Erschließungsstraße zu CHG gebaut werden, ohne dass sie über Betriebsgelände der Firma Leifheit führt“, sagt Wenzel. Der Stadtchef ist überzeugt: „Die Bahn ist sehr interessiert an der Schließung des Bahnübergangs.“ Allerdings müsste die Stadt jenen Teil der Leifheitstraße zurückkaufen, der sich im Eigentum des Konzerns befindet. Am Bahnhof will die Bahn laut Wenzel den Bahnsteig einige Meter in Richtung Osten verlegen, wofür ein Teil des Aldi-Parkplatzes zurückgekauft werden müsste.
Der Bahnsteig soll durch eine Unterführung erschlossen werden, die mit zwei Aufzügen barrierefrei wird. Die Stadt dringt darauf, dass gleichzeitig eine Verbindung zur Leifheitstraße geschaffen wird. Damit würde der Weg zum Schulzentrum verkürzt – und sicherer.
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 27. August 2011, Seite 24
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