Verkehr Gemeinderat spricht sich für weitere Planung der Varianten I bis IV aus
Von RZ-Redakteur Uli Pohl
Flacht. Mit einem klaren Votum hat sich der Gemeinderat Flacht für die Realisierung der geplanten Aarumgehung ausgesprochen. Dabei rückt Flacht jedoch von einem vorherigen Beschluss ab, in dem die teuren und umweltverträglichsten Varianten V und VI favorisiert wurden und die kostengünstigeren Trassen I bis IV zwar weiter betrachtet, aber nicht beplant werden sollten.
„Gespräche mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) haben klar zum Ausdruck gebracht, dass für die Umsetzung der teuren Varianten keine Chance mehr besteht“, sagte Ortsbürgermeister Thomas Scheid, „sie sind vom Bundesverkehrsministerium definitiv abgelehnt worden.“
In dem neuen Beschluss spricht sich Flacht jetzt für die Fortführung der Planung zu den Varianten I bis IV aus. Zudem soll gemeinsam mit den weiter von der Umgehung betroffenen Ortsgemeinden Holzheim, Niederneisen und Oberneisen eine Optimierung des Kosten- und Nutzenverhältnis der einzelnen Varianten erfolgen. In der Formulierung ist weiter enthalten, dass aus Sicht der Gemeinde Flacht bei den weiteren Planungen die Lage der zukünftigen Trasse hinsichtlich der Wohnbebauung am Ortsrand verbessert werden muss.
„Die Abzweigung von der Bundesstraße zwischen Holzheim und Flacht ist der Knackpunkt“, meinte Scheid.
Er betonte weiter, dass sich der Rat mit dem neuen Beschluss nur für die weitere Planung und nicht für den Bau ausspricht: „Wie die Varianten I bis IV letztendlich aussehen, ist noch nicht festgelegt.“ Scheid berichtete aus den Gesprächen mit Ulrich Neuroth und Lutz Nink, dass der LBM die ortsferne Variante IV favorisiert. Sie zweigt zwischen Flacht und Holzheim ab, führt hinter der Kläranlage in Niederneisen in Richtung Mensfelder Kopf und kehrt über eine Brücke zwischen Oberneisen und Niederneisen wieder auf die alte Bundesstraße zurück.
„Es ist wichtig, dass wir einen Konsens unter allen beteiligten Gemeinden finden, doch wenn wir diesen Beschluss heute nicht fassen, ist die Umgehung vom Tisch“, führte Thomas Scheid abschließend an. Michael Kuhmann (SPD) ergänzte: „Wir müssen dem LBM die Chance geben weiterzuplanen.“ Walter Rump (FBL) sagte: „Es ist schade, dass die Varianten V und VI vom Tisch sind. Es wäre die vernünftigste Lösung gewesen.“
Quelle: RZ v. 26.08.2011 - Seite 20
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