Aarumgehung: Gerneinde lehnt Varianten ab, die das Landschaftsbitd zerstören

Durch Holzheim fließt bereits ein erhebticher Pendelverkehr in Richtung Limburg.
Eine ortsnahe Variante der Umgehung Ftacht/Niederneisen wird von der Gemeinde abgetehnt.
Foto: Uli Pohl
Nach Niederneisen und Flacht als direkt betroffenen Ortsgemeinden der Aarumgehung sowie Oberneisen als angrenzendem Ort standen nun die vom Landesbetrieb Mobilität entwickelten Varianten im Holzheimer Rat auf der Tagesordnung.
Auch die Querverbindung nach Limburg war Thema.
Aar/Holzheim. Die Ortsgemeinde Holzheim lehnt die vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez entwickelten Varianten I bis IV ab. Das ist ein Ergebnis aus der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Damit schließt sich der Rat den Beschlüssen der Gemeinden Niederneisen und Flacht an, die die Trassen ebenfalls ablehnen, da sie zu große Einschnitte in das Landschaftsbild im unteren Aartal nach sich ziehen.
Oberneisen sprach sich dafür aus, dem Verlangen der beiden Gemeinden Niederneisen und Flacht zum Bau der Umgehung nicht entgegenzustehen, benannte aber grundsätzliche Kriterien, die beim Bau einer neuen Trasse beachtet werden sollten (die RLZ berichtete).
Im selben Zug hält Holzheim aber die Realisierung der von Flacht und Niederneisen präferierten Varianten V und VI in modifizierter Form für möglich. "Eine Überquerung der Aar und der Bahn mit einem Brückenbauwerk mit einer Höhe von bis zu 14 Metern kommt für uns nicht infrage. Dann wären Flacht und Holzheim voneinander abgeschnitten", so Holzheims Ortsbürgermeister Werner Dittmar.
Deshalb schlägt Holzheirn eine Überquerung der Aar und eine Unterquerung der Bahnstrecke vor.
Gleiches hatte Flacht als Möglichkeit ins Spiel gebracht. Falls eine der Varianten V und VI realisierbar wären, müsste der Holzheimer Sportplatz verlegt werden.
"In unserer Gemeinde gibt es genügend Flächen, die als neue Freizeitfläche dafür geeignet wären", berichtet Dittmar.
In der Ratssitzung informierte Ulrich Neuroth, Leiter des LBM, über den aktuellen Stand der Planung. So liege der Entwurf der Umweltverträqlichkeitsstufe II vor. Laut allen bisher erstellten Studien würden die von den Gemeinden favorisierten Trassen V und VI für Mensch und Natur die geringsten Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Neuroth kündigte an, dass, sobald die neue Studie freigegeben sei, diese auch eingesehen werden könne.
Der Leiter des LBM betonte weiter weiter, dass noch nie eine Umgehung gegen den Willen der beteiligten kommunalen Gremien gebaut worden sei. In Bezug auf die Querverbindung an Holzheim vorbei in Richtung Limburg führte Werner Dittmar an, dass sich die Ortsgemeinde gegen alle möglichen Linienführungen ausgesprochen habe.
Uli Pohl
Quelle: RZ Nr. 247 v. 23.10.2010 - Seite 21
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