Der Chor Cantiamo aus Holzheim hatte sich passend zu seiner Liedauswahl in ruandischer Tracht gekleidet. Der gemischte Chor trug unter anderem afrikanische Weisen in der Diezer Herz-Jesu-Kirche vor.
Foto: Wilma Rücker
Musik Kerz-Chöre und weitere Gäste stimmten mit abwechslungsreichem Programm auf eine besinnliche Zeit ein
Von RZ-Mitarbeiterin Wilma Rücker
Diez. Zum Benefizkonzert für Ruanda in der Herz-Jesu-Kirche Diez gaben die Sänger stimmlich ihr Bestes. Der Ruandabeauftragte der Gemeinde Holzheim, Helmut Weimar, rührt seit vielen Jahren die Werbetrommel für die 27 000 Einwohner im Sektor Rambura, um die Verbesserung der dortigen Infrastruktur, Unterstützung der Witwen und Waisen, den Aufbau von Schulen sowie auch die Förderung des Frauenfußballs mit Spendengeldern zu unterstützen.
Die Herz-Jesu-Kirche war schon lange vor Beginn gut besetzt, und das Programm versprach einen abwechslungsreichen Abend. Das Diezer Instrumentalensemble unter der Leitung von Erhard Köhler sorgte mit Mozarts „Salzburger Symphonie“ für eine passende Einstimmung.
Der Projektchor der katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu mit Dirigentin Birgit Leck nahm die Zuhörer an die Hand und führte sie gesanglich in den Advent ein. Mit beliebten Gotteslob und Spirituals wie „O happy day“ heimste der MGV Holzheim verdienten Beifall ein.
Der gemischte Chor Cantiamo begeisterte in ruandischer Tracht und mit mit afrikanischem Liedgut wie „Siyahamba“ und „Pelo Tsa Rona“. Die Dörsdorfer Harmonists intonierten „All night, all day“.
Die Sängervereinigung Biskirchen präsentierte deutsche Klassik und den Gospel „I love the Lord“. Das Vocal-Ensemble Caprice überraschte mit „Tebje Pajom“. Alle fünf Chöre sangen unter dem Dirigat von Dieter Kerz, der in der Grafenstadt schon lange kein Unbekannter mehr ist.
Der Heistenbacher Frauenchor unter Angela Siry widmete sich dem bekannten Lied „Viele verachten die edele Musik“, und der MGV Die Quelle Fachingen bot an diesem Abend mit der „Loreley“ und dem „Morgenrot“ unter Stefan Habermehl schönstes deutsches Liedgut der Romantik an.
Natürlich durften auch die Holzheimer Schoppensänger nicht fehlen. Auch wenn inzwischen nur noch zwei Sänger aus Holzheim dabei sind, so ist ihre gesangliche Heimat Holzheim geblieben. Mit heimatbezogenen Liedern und dem fröhlichen „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“ unter der Leitung des Akkordeonisten Roland Röhlich lagen sie genau richtig.
In feierliche Stimmung versetzte das Alphorntrio Schnepfenried aus Gückingen und Mensfelden, das mit „Bim Wägchrutz“ (beim Wegkreuz) und mit feierlichen Chorälen dem Konzert die besondere Note verlieh.
Nach dem Segen des Herrn durch den Pfarrer Uwe Michler versammelten sich mehr als 80 Sänger im Altarraum und verabschiedeten sich vom begeisterten Publikum mit „Neigen sich die Stunden“.
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 28. November 2011, Seite 13
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