Initiative - Energieversorger fördert Ehrenamt mit 25 000 Euro
Limburg/Aar. Das ist doch endlich mal eine gute Nachricht in Zeiten von Euro- und Bankenkrise. Unter dem Slogan „Ein Herz für Limburg“ stellt die Energieversorgung Limburg (EVL) erstmals im neuen Jahr 25 000 Euro zur Förderung des Einsatzes ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger in der Region zur Verfügung. Ab dem 1. Februar können dafür Anträge gestellt werden. Die Initiative stehe unter dem Leitmotiv „Hören. Geben. Tun.“.
Egal ob in der Nachbarschaftshilfe, im Sportverein, in der Kirchengemeinde, im Gesundheitsbereich, in Schulen und Kindergärten: „evl/initiativ“ kann schon morgen ein wichtiger Partner sein. Geschäftsführer Wolfgang Meier: „Unser Ziel ist es, die freiwillige Arbeit gezielt zu stärken und dazu weitere Helfer zu motivieren.“ Die Förderung erfolge parallel zu dem bisherigen Sponsoring der EVL. „Wer gefördert werden möchte, stellt einen schriftlichen Förderantrag mit einer kleinen Beschreibung, wofür die Förderung verwendet werden soll und was damit erreicht werden kann. Einen Anmeldeschluss gibt es dafür nicht“, erläuterte Vertriebsleiter Dominik Schröder bei der Vorstellung der Bedingungen. Politische Parteien würden nicht bezuschusst, ebenso keine Basiskosten wie Miete oder Personal übernommen.
Die EVL-Initiatoren nennen Beispiele, die für eine Förderung infrage kommen: „Unsere Minis hätten gern eine Schaukel“ – „Unser Mannschaftsbus ist so alt …“ – „Wir bräuchten ein neues Fußballtor.“ – „Wir planen eine Kulturreise, die Miete für den Reisebus ist aber sehr teuer.“ – „Wir haben nicht genug Lesebücher für alle Kinder.“ Oder gar: „Wir würden gern den Park von Unrat befreien, haben aber nicht die nötigen Utensilien.“
Seitenlanger Beschreibungen und vieler Anlagen bedürfe es nicht. Unter der Leitung und Koordination von ELV-Mitarbeiterin Verena Trost prüfe und entscheide ein aus fünf Personen bestehendes Gremium mehrmals im Jahr über die Bewilligung der Anträge auf unbürokratische Weise. Bedingung sei, dass es sich um eine Organisation handelt, die auch eine Zuwendungsbescheinigung ausstellen könne.
Kriterien für eine Förderung seien die Dauer und Intensität der ehrenamtlichen Tätigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe oder eine Anschubfinanzierung. Die Maßnahmen sollten eine nachhaltige Wirkung haben. Später wünscht das Gremium eine Information über den Verlauf oder Abschluss der geförderten Maßnahme, wenn möglich mit Fotos, die auf der Internetseite unter „Projekte/evl/initiativ“ gezeigt werden können.
Die Bewerber sollten aus dem Versorgungsgebiet der EVL kommen, das hauptsächlich aus Limburg und seinen Stadtteilen sowie den Aar-Gemeinden Flacht, Holzheim und Niederneisen besteht. Wolfgang Meier sagt: „Auch Ehrenamtliche aus angrenzenden Gemeinden sollen nicht von vornherein ausgeschlossen werden.“ flu
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 21. Januar 2012, Seite 22| < Zurück | Weiter > |
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