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Holzheimer leisten Hilfe zur Selbsthilfe

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Gesellschaft Bei Benefizveranstaltung Geld für Rambura gesammelt

Die ruandische Gemeinde Rambura kann auf die Hilfe ihrer Patengemeinde Holzheim vertrauen. Das machte auch die Benefizveranstaltung der Landfrauen in der Ardeckhalle deutlich. Foto: Lore Spies Von RZ-Mitarbeiterin Lore Spies

Die ruandische Gemeinde Rambura kann auf die Hilfe ihrer Patengemeinde Holzheim vertrauen. Das machte auch die Benefizveranstaltung der Landfrauen in der Ardeckhalle deutlich. Foto: Lore Spies

Holzheim. Es ist eine sogenannte Graswurzelpatenschaft, die die Gemeinde Holzheim vor nunmehr 23 Jahren mit der ruandischen Gemeinde Rambura eingegangen ist – von Menschen für Menschen mit direkter und effektiver Hilfe zur Selbsthilfe.

Jetzt hatten die Landfrauen von Holzheim und Hahnstätten in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde an der unteren Aar zu einer überregionalen Benefizveranstaltung in die Ardeckhalle geladen. Der Erlös wird in ein Berufsausbildungszentrum für technische Berufe, die Sekundarschule Kibihekane, fließen, um einerseits der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken und zugleich die Ausbildung von Fachleuten für das afrikanische Land zu ermöglichen.

Die Begriffe „Ruanda“ und „Ruandahilfe“ sind aus dem Vokabular der Holzheimer nicht mehr wegzudenken: Seit 23 Jahren macht sich die Aar-Gemeinde mit immer neuen Ideen und Aktionen für das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda und speziell für die Patengemeinde Rambura stark. Jüngst wurden „die vorbildlichen und innovativen Aktivitäten zur Stärkung des fairen Handels“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung anerkannt.

Für Helmut Weimar, Motor der patenschaftlichen Verbindung, dürfte besonders erfreulich sein, dass auch die Jugend hinter dem Hilfsprojekt steht. Dies machte die gleichermaßen informative wie unterhaltsame Benefizveranstaltung deutlich, zu der die Landfrauen Holzheims und Hahnstättens mit ihren Vorsitzenden Doris Ohl und Gabi Herdling in die Ardeckhalle eingeladen hatten.

Denn unter die Besucher, in der Mehrzahl Landfrauen aus dem gesamten Nassauer Land, dazu der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler sowie die Kommunalpolitikern Volker Satony und Erich Stoffl aus den Verbandsgemeinden Hahnstätten und Diez, hatte sich auch eine Reihe junger Gäste gemischt, um ihr soziales Engagement unter Beweis zu stellen.

So übergaben Mitglieder des Leo-Clubs Limburg zusammen mit der Vorsitzenden Lea Horsch einen Scheck über 283,60 Euro, der Erlös aus einer Flohmarktveranstaltung der Jugendorganisation der Lions in Limburg.

Und der Anregung der Holzheimer Schülerin Ann-Katrin Weiß ist es zu verdanken, dass die Klasse 10a des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums eine Schülerpatenschaft für ein Waisenkind von Rambura übernommen hat. „Wenn auch die Jugend hilft, die bei Beginn der Ruandahilfe noch gar nicht geboren war“, wandte sich Frank Puchtler in seinem Grußwort an Helmut Weimar, „so sind die Früchte der Arbeit aufgegangen.“

Hilfsgelder wie Spenden sowie der Erlös aus dem geselligen Beisammensein in der Ardeckhalle mit Kaffee trinken, Film- und Diavorführungen zur „Schweiz Afrikas“ und einer Modenschau mit Kreationen aus dem Schneideratelier der Holzheimer Landfrau Lubica Alff fließen in die Holzheimer Hilfe zur Selbsthilfe.

Weimar betonte: „Zur Finanzierung der verschiedenen Projekte in Rambura werden keine Haushaltsmittel der Gemeinde in Anspruch genommen, sondern ausschließlich Spenden und Veranstaltungserlöse.“ Ruanda sei kein armes Land, was die Lebensmittel angehe, führte Weimar aus, müsse aber beispielsweise in der Entwicklung der Infrastruktur gestützt werden. Auch wer Produkte des fairen Handels kaufe, beteilige sich an der Hilfe zur Selbsthilfe. „Besonders der Tee aus der Region um Rambura ist ein Genuss“, versicherte Weimar, bevor er seinem Nachfolger im Amt des Ortsbürgermeisters, Werner Dittmar, die Auszeichnung des Bundesentwicklungsministeriums für die erfolgreiche Teilnahme der Gemeinde am bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des fairen Handels 2011“ überreichte.

Quelle: RZ v. 8.10.2011, Seite 20

 

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