Ein bunter Nachmittag für Rambura – Benefizveranstaltung der Landfrauen im Aargebiet – Spende des Leo-Clubs aus Limburg
Holzheim ist jetzt Hauptstadt des fairen Handels. Holzheims Ruandabeauftragter Helmut Weimar überreichte seiner Heimatgemeinde eine entsprechende Auszeichnung des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Helmut Weimar (4. von rechts) stellte sich mit Ann Kathrin Weiß (links), Mitgliedern des Limburger Leo-Clubs (Präsidentin Lea Horsch 5. von links) ) und den Ehrengästen zum Erinnerungsfoto.
Foto: Kahl
Die Organisation beim überregionalen Landfrauentreffen in der Holzheimer Ardeckhalle drohte unter dem immensen Ansturm kurzzeitig zusammenzubrechen. Doch nachdem alle Gäste bei der mittlerweile dritten Benefizveranstaltung für die Holzheimer Partnerschaftsgemeinde Rambura ihren Platz in der proppenvollen Halle gefunden hatten, konnte durch das in den ruandischen Landesfarben gekleidete Helferteam Entwarnung gegeben werden.
Auf Initiative der Landfrauen der Verbandsgemeinde Hahnstätten und der Ortsgemeinde Holzheim in Zusammenarbeit mit der Ruandahilfe der Ortsgemeinde Holzheim wurde diese in Form eines informativen und unterhaltsamen Kaffeenachmittags organisierte Benefizveranstaltung (mittlerweile schon traditionell) für die Einrichtung des Berufsausbildungszentrums Kibihekane in Rambura/Ruanda durchgeführt.
Zu diesem Treffen konnten die Organisatoren auch die Landfrauen aus der Verbandsgemeinde Diez und der angrenzenden hessischen Gemeinden Mensfelden, Neesbach, Dauborn und Lindenholzhausen begrüßen. Erfreut zeigte sich Helmut Weimar, Ruandabeauftragter der Ortsgemeinde Holzheim, auch über die Anwesenheit vieler Ehrengäste.
So hatten es sich Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, der Holzheimer Ortsbürgermeister Werner Dittmar, der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Diez, Emil Stoffl, der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Puchtler und die Beigeordneten der Ortsgemeinde Holzheim, Gerhard Ohl und Karl-August Meyer, nicht nehmen lassen, an dieser mit einer Herbst- und Wintermodenschau sowie einem informativen Film über Ruanda versehenen Veranstaltung teilzunehmen.
Auch eine starke Abordnung der Holzheimer Bundeswehrpatenkompanie aus der Diezer Freiherr-vom-Stein-Kaserne füllte eine ganze Tischreihe.
"Seit nunmehr 29 Jahren besteht die Länderpartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda und seit 23 Jahren die Partnerschaft zwischen Holzheim und Rambura", rief Weimar während seiner Willkommensrede Jahreszahlen ins Gedächtnis. Über 50 Kommunen, zwölf Vereine und Stiftungen, 15 Pfarreien, vier Hochschulen und 240 Schulen in Rheinland-Pfalz pflegen aktive Beziehungen zu ihren Partnern in Ruanda und verkörpern damit das sogenannte Modell der Graswurzelpartnerschaft. "Es sind jedoch nicht die Zahlen, die die Partnerschaft mit Leben füllen, sondern es sind die Menschen", so der ehemalige Ortsbürgermeister von Holzheim.
Holzheim ist eine der Gemeinden, die seit 1988 zur ruandischen Gemeinde Rambura (vor einer Verwaltungsreform Birembo) eine Partnerschaft unterhält. Förderung der schulischen Bildung, des Gesundheitswesens, Unterstützung der Waisenkinder und die Verbesserung der Infrastruktur waren und sind die wichtigsten Säulen dieser Partnerschaftshilfe. Insgesamt konnten bisher 40 lebensnotwendige Projekte realisiert werden und haben Rambura in Ruanda zu einer Vorbildgemeinde gemacht. "Zur Projektfinanzierung werden keine Haushaltsmittel der Ortsgemeinde in Anspruch genommen, sondern ausschließlich Spenden und Veranstaltungserlöse", stellte Weimar heraus. So diente auch der Erlös der Landfrauenveranstaltung für die Beschaffung von Lehrmaterialien, der Schaffung von Ausbildungsplätzen und der beruflichen Bildung, der Mitfinanzierung einer Berufsbildungseinrichtung für Schlosser und Schweißer.
Zeichnete Weimar seine Heimatgemeinde Holzheim für die erfolgreiche Teilnahme an einem bundesweiten Wettbewerb "Hauptstadt des fairen Handels 2011" mit einer Urkunde des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, aus, so freute er sich über einen Spendenscheck des Leo-Clubs Limburg (hatte beim Limburger Flohmarkt 283,60 Euro gesammelt). Zudem lobte er in diesem Rahmen die Holzheimer Schülerin Ann-Katrin Weiß, die in ihrer Klasse des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums gesammelt und so die Schülerpatenschaft für ein Waisenkind in Rambura ermöglicht hatte.rpk (rpk)
Quelle: NNP v. 08.10.2011| < Zurück | Weiter > |
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