Partnerschaft Holzheimer zu Gast in Ostafrika
Premierminister Bernard Makuza freut sich über das Geschenk von Helmut Weimar.
Holzheim. Elf Holzheimer Ruandafreunde besuchten kürzlich das ostafrikanische Partnerland Ruanda und die Holzheimer Partnergemeinde Rambura im Nordwesten des Landes. Organisiert wurde die Reise vom Holzheimer Ruandabeauftragten Helmut Weimar.
Höhepunkt der Reise war eine Begegnung mit dem ruandischen Premierminister Bernard Makuza, mit dem Helmut Weimar befreundet ist. Am Tag des Rückflugs der deutschen Besucher war der Premierminister mit dem Auto in Richtung seines Heimatorts unterwegs. Als er hörte, dass Helmut und Besucher aus Holzheim da seien, sagte er spontan zu, ins Hotel zu kommen. Das Hotelpersonal bekam den Auftrag, ein sicheres Besprechungszimmer herzurichten und für seine Sicherzeit zu sorgen. Alles wurde in 20 Minuten organisiert. Freudestrahlend begrüßte Bernard Mazuka seinen Freund Helmut Weimar und die Holzheimer und erzählte von seinen Besuchen in Holzheim, als er noch ruandischer Botschafter in Bonn war.
Gern erinnerte sich der Premierminister an die Burg Ardeck, denn dort war er mit seiner Ehefrau 1995 beim Festabend anlässlich der 600-Jahrfeier zu Gast. Als Erinnerung überreichte ihm Helmut Weimar ein Bild von der Burg Ardeck mit Holzheim. Der Premierminister versprach, im Oktober die Partnergemeinde Rambura zu besuchen und im Jahr 2013 an einem Festabend anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Partnerschaft Holzheim – Rambura“ teilzunehmen.
Reisende nahmen an Messe teil
Vor dem Treffen mit Bernard Mazuka waren die Holzheimer in Kabgayi, einem katholischen Bischofssitz, der mit dem Bistum Limburg in Verbindung steht, um dort mit mehr als 1000 Gläubigen an einem Gottesdienst teilzunehmen. Ein Besuch des dortigen Krankenhauses und des Seniorenheims waren die weiteren Programmpunkte. In Kigali besuchte die Gruppe die Genozid-Gedenkstätte und das Kandt-Haus, ein ruandisch-deutsches Museum, das unter anderem an die deutsche Kolonialzeit von 1894 bis 1916 erinnert. In diesem Gebäude auf einem Hügel über der Stadt lebte von 1907 bis zum Ende der deutschen Kolonialzeit der Arzt Dr. Richard Kandt als kaiserlicher Resident.
Viel vom Land gesehen
Um möglichst viel von Ruanda zu sehen, ging die Reise auch in den Osten des Landes in den Akagera-Nationalpark. Bei einer Fahrt durch den Park beeindruckte der Wildreichtum. Büffel, Zebras, Giraffen, Antilopen, Impalas , Nilpferde, verschiedene Affen- und Vogelarten sowie ein riesiger Elefant boten den Besuchern ausgezeichnete Fotomotive. Weiter reisten die Holzheimer in den Norden des Landes nach Musanze, dem Ausgangspunkt für den Besuch der Berggorillas im Gebiet der Virunga-Vulkane. Nach einer siebenstündigen Tour durch den hoch gelegenen Regenwald kamen die Teilnehmer erschöpft, aber begeistert von dem Erlebnis, 22 Berggorillas aus unmittelbarer Nähe zu erleben, zurück nach Musanze, um in den Westen des Landes nach Rubavu an das Nordende des Kivu-Sees zu fahren. Nach dem Aufenthalt in unmittelbarer Nähe zur Kongo-Grenze wurde der Besuch der Partnergemeinde Rambura zu einem Höhepunkt der Reise. Von mehr als 4000 Menschen wurden die Partner aus Holzheim vor den Primarschulen Birembo und St. Raphael, der Mädchensekundarschule Rambura sowie dem Berufsausbildungszentrum Kibihekane mit Gesang, Tanz und vielen Dankesworten begeistert empfangen.
Alle von der Ruandahilfe Holzheim in Rambura mitfinanzierten Projekte waren in einem Topzustand. Dazu gehören viele Klassenräume, die erst kürzlich fertiggestellte Bibliothek mit Computerraum der Primarschule St. Raphael oder das Berufsausbildungszentrum Kibihekane.
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