Partnerschaft Der Ruandatag wurde bei der Bundesgartenschau auf der Festung Ehrenbreitstein gefeiert
Innenminister Roger Lewentz (von links), die ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka, Ministerpräsident Kurt Beck, Mohsen Hosseini (Spender), Staatsminister Dr. Mathias Harebamungu, Ruandabeauftragter Helmut Weimar und der Vizepräsident des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda, Landrat Bertram Fleck, unterstützen die Aktion.
Holzheim. Ein besonderes Ereignis für alle Ruandafreunde in Rheinland-Pfalz ist der jährliche Ruandatag, der in diesem Jahr im Rahmen der Koblenzer Bundesgartenschau gefeiert wurde und an dem sich auch die Holzheimer beteiligten. Kürzlich gab es auf der Festung Ehrenbreitstein neben verschiedenen Gesprächsrunden, die Heide von Hohenzollern moderierte, auch Tanz- und Gesangsdarbietungen. Außerdem wurden die einfallsreichsten Spendenaktionen des Schulwettbewerbs „One Tree per Child – Bäume machen Schule“ auf der Rheinland-Pfalz-Bühne prämiert und herausragenden Einzelspendern gedankt.
Das Partnerland Ruanda hat sich verstärkt den Themen Umweltschutz, Bildung und Gesundheit angenommen und das Projekt „One Tree per Child“ ins Leben gerufen. Ziel der Aktion ist es, dass jeder ruandische Schüler einen Baum pflanzt, dem er einen Namen gibt und zukünftig versorgt. Dadurch trägt jeder Schüler seinen Teil gegen die drohende Entwaldung in Ruanda bei.
Gleichzeitig wird mit dem Vorhaben das Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein junger Menschen in Ruanda dauerhaft geweckt. Das Land Rheinland-Pfalz hat dieses Projekt mit einem Startkapital in Höhe von 30 000 Euro unterstützt, mit dem in Ruanda 90 000 Bäume gepflanzt werden können. Begeistert von dem Projekt war auch der iranische Geschäftsmann Mohsen Hosseini, der das Irangeschäft des Holzheimer Unternehmens Diasys abwickelt. In einem Gespräch mit Hosseini hat der Holzheimer Ruandabeauftragte Helmut Weimar neben den Holzheimer Aktivitäten auch dieses Projekt vorgestellt.
Spontan sagte der Geschäftsmann eine Spende in Höhe von 100 000 Euro zu, die in einer weiteren Besprechung im Mainzer Innenministerium vertraglich festgelegt wurde. Für diese, dem Umweltbewusstsein dienende, großherzige Spende wurde ihm nun auf der Rheinland-Pfalz-Bühne während einer symbolischen Scheckübergabe von Ruandern und Rheinland-Pfälzern gedankt.
Quelle: RZ v. 17. September 2011, Seite 19
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