Delegation um den Ruandabeauftragten Helmut Weimar machte sich Bild von "ihren" Kickerinnen
HOLZHEIM. Gemeinsam mit den Holzheimer Ruandaaktivisten Bernd Klees und und Harald Welz reiste der Ruandabeauftragte Helmut Weimar in der ersten Dezemberwoche zu einem fünftägigen Arbeitsbesuch in die Partnergemeinde Rambura im Nordwesten Ruandas. Primär galt der Besuch dem Berufsausbildungszentrum Kibihekane mit abschließender Besprechung über das zukünftige Ausbildungsverfahren.
Nach der Rückkehr der Mädchen in ihre Heimat wurde sofort offiziell der "Rambura Women Football Club" gegründet. Ein Novum, denn es ist der erste Fußballclub Ruandas, in dem ausschließlich Frauen organisiert sind. Mit Mukashema Consotee wurde eine junge, talentierte Trainerin verpflichtet, die als Lehrgangsbeste einen Trainerinnenlehrgang des Fußballverbandes Rheinland absolviert hat.
Auch in Ruanda ist die Fußballbegeisterung riesig.
Der "Rambura Women Football Club" spielte vor stattlicher Zuschauerkulisse.
Das zweimalige, wöchentliche Training wird durchschnittlich von 24 Mädchen, die überwiegend im Internat der Mädchensekundarschule Rambura untergebracht sind, besucht. Ein wichtiger Beitrag für den sozialen Frieden und die Freizeitgestaltung in dieser ländlichen Region. Dies beweisen auch in hohen Zuschauerzahlen und die Begeisterung der Menschen bei den Spielen der Mädchenmannschaft.
Während des Besuchs der Holzheimer fand ein Spiel der Juniorinnen gegen eine Frauenauswahl des Sektors Bigogwe statt. Die Mädchen aus Rambura waren ihren Gegnerinnen hoch überlegen und siegten vor ca. 2000 Zuschauern mit 3:0. Absoluter sportlicher Höhepunkt war ein Testspiel in der Hauptstadt Kigali gegen den Meister der 1. Frauenliga Ruandas, den AS Kigali mit fünf Nationalspielerinnen. Die 17-jährigen Mädchen aus Rambura waren gut auf ihre Gegnerinnen eingestellt und boten eine kämpferisch und spielerisch gleichwertige Leistung. Dank der größeren Erfahrung siegte die Meistermannschaft aus Kigali letztlich mit 4:0.
Zufrieden über den Leistungsstand ,,ihres" Rambura Women Football Clubs reisten die Holzheimer zurück in ihre Heimat mit der Erkenntnis, dass sich die Investitionen in dieses Team gelohnt haben Gemeinsam mit dem DFB und dem Fußball-Verband Rheinland wird die Holzheimer Ruandahilfe die Mädchen auch in Zukunft unterstützen. Dies nur mit Mitteln aus dem Sport, unabhängig von anderen Projektmitteln. -rwe
Quelle: Rheinlahnerleben v. 18.12.2009 - Woche 51






