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Bunte Vielfalt für Ruanda

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Chöre geben Adventskonzert in Herz-Jesu-Kirche für den guten Zweck

Das große Finale des Konzerts bestritten atle Chöre gemeinsam - zur Freude des Publikums. Foto: Wilma RückerDIEZ. Zum ersten großen Adventskonzert in der Grafenstadt hatten sich zahlreiche Besucher in der katholischen Herz-Jesu-Kirche eingefunden. Galt es doch, für das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda - insbesondere für die Partnergemeinde Rambura - Spenden zu sammeln, um die dortige Infrastruktur zu verbessern. Bildung, Gesundheit und Unterstützung der Witwen und Waisen sowie der Aufbau des Frauenfußballs sind nur einige wenige der insgesamt 48 Entwicklungshilfeprojekte, die Helmut Weimar, Ruandabeauftragter aus Holzheim, seit 21 Jahren betreut.

Den Anfang machten die zwölf Musiker des Diezer Instrumentalensembles mit klassischen Stücken des 17. Jahrhunderts von Tomaso Albioni. Die Alphombläser ,,Schnepfenried" aus Mensfelden sorgen dank ihrer nicht alltäglichen.Musikinstrumente immer für große Aufmerksamkeit. Ihre schweizer Choräle füllten klang"voll das Diezer Gotteshaus.

Der Fachinger MGV "Die Quelle" hatte sich unter der Leitung ihres Dirigenten Stefan Habermehl dem "Morgenrot" gewidmet. Mächtig und überaus dominant intonierten die 24 Sänger "Wanderers Nachtlied" von Johann Wolfgang von Goethe. Hinter dem Altar agierten die sieben jungen Musiker vom Blechbläserensemble der Kreismusikschule Limburg. Mit Händels "lntrade" und "Go down, Moses" von Colin Asher sicherten sie sich großen Beifall.

Dann dominierte der vielseitige und ideenreiche Chorleiter Dieter Kerz: zunächst mit seinem Holzheimer Frauenchor, der mit einem schwierigen Jodler großen Beifall einheimste, dann mit dem MGV Holzheim. Die Sänger trugen das "Sanctus" des Romantikers Friedrich Silcher vor und "Hush", ein Spiritual. Gemeinsam mit den Holzheimer Frauen intonierten sie "Still, still, still", ein Volkslied aus Salzburg.

Mit "Heilig, heilig ist der Herr" aus der deutschen Messe von Franz Schubert und "Notre Pöre" von Maurice Duruflé in französischer Sprache dargeboten, überzeugte das Vocal-Ensemble "Caprice" Oberlahn.

Aus Urberach war der Chor der "Sängerlust Edelweiß " angereist, ebenfalls unter dem Dirigat von Dieter Kerz. Er sang Gospels und Spirituals. Gemeinsam und gerade erst zum Projektchor formiert, sangen sich die Chormitglieder von Urberach, das Vocal-Ensemble "Caprice" und beide Holzheimer Chöre in die Herzen der Besticher. Sie schlugen sie den musikalischen Bogen von Deutschland über Österreich, Frankreich, Amerika. bis hin nach Afrika. Mit dem Zulu-Song "Siyahamba" und "Kyrie Afrika" sorgten sie im großen Finale für große Bewunderung und Beifall. Mit dem Segen des Herrn empfahl Pfarrer und Hausherr Uwe Michler den Konzertbesuchern einen guten Nachhauseweg.

Wilma Rücker

Quelle: Lahnzeitung Nr. 278 vom 30.11.2009, Seite 11
 

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