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Lehrlinge bauen einen Schweißtisch für Ruanda

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Auszubildende der berufsbildenden Nicolaus-August-Otto-Schule Diez haben einen Schweißtisch für Auszubildende in Ruanda gefertigt. Der dient jetzt als Modell für weitere Schweiß-Arbeitsplätze.

Von diesem Projekt profitieren nicht nur die Auszubildenden in der Holzheimer Partnergemeinde Rambura, sondern auch die Schüler der Berufsfachschule Metall in der Nicolaus-August-Otto-Schule. Normalerweise produzieren die angehenden Schlossergesellen im Schulbetrieb «für sich», jetzt erfahren sie durch die sinnvolle Nutzung eines ihrer Exponate eine besondere Wertschätzung, betonte gestern Schulleiter Walter Ellermeyer beim Übergabetermin.

«Dieser Schweißtisch ist ein Muster. Anhand dieses Tisches sind nun ihre zukünftigen Ausbildungskollegen in Rambura in der Lage, weitere Schweißtische dieser Art zu fertigen», erläuterte der Holzheimer Ruandabeauftragte Helmut Weimar, der Mitglied einer Arbeitsgruppe im Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda, die sich mit dem Aufbau von Berufsausbildungszentren, vor allem für technische Handwerksberufe, wie Schlosser, Schweißer, Elektriker und Solartechniker, befasst. Der Schweißtisch wird in Kürze mit weiterem Handwerksmaterial in einem Container nach Ruanda transportiert.

Helmut Weimar erläuterte die Hintergründe für diese Aktion: Die Wirtschaft im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda ist sehr stark landwirtschaftlich geprägt. Über 90 Prozent der Bevölkerung arbeiten in kleinen Familienbetrieben, in denen sie Flächen von unter einem Hektar bewirtschaften. Nach erfolgreichem Primarschulabschluss (nach sieben Jahren) hat die Jugend, vor allem in den ländlichen Regionen des Landes, keine Zukunftsperspektive, viele arbeiten auf Teeplantagen.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit und Landflucht sind die Folgen. Es fehlt an qualifizierten Arbeitskräften, viele werden im benachbarten Ausland angeworben.

Als Mitglied der rheinland-pfälzischen Arbeitsgruppe hat Helmut Weimar schon im Jahr 2007 mit dem Sektorchef der Partnergemeinde Rambura und dem Schulleiter der dortigen Sekundarschule Kibikehane den Bau eines Berufsausbildungzentrums für technische Berufe vereinbart und beantragt. Diese Schule ist als einzige technische Schule im gesamten Distrikt Nyabihu eine Modellschule und würde einer von frappierender Armut traumatisierten Jugend eine solide technische Ausbildung ermöglichen.

Die baulichen Maßnahmen sind abgeschlossen. Mit der Innenausstattung der Werkstätten (Schweißerei, Schmiede- und Elektrowerkstatt) und der Lieferung von Handwerksmaterial wurde bereits begonnen, jedoch ist die Lieferung weiterer handwerklicher Gerätschaften notwendig.

Hierfür haben mehrere Firmen aus der heimischen Region ihren Beitrag geleistet. Gemeinsam organisiert haben dies die Holzheimer Ruanda-Aktivisten Bernd Klees, Klaus Langenau, Rainer Stahl und Helmut Weimar. Einen besonderen Beitrag leistete dabei die berufsbildende Nicolaus-August-Otto Schule in Diez.

>>> zum Artikel in der NNP

 

 

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