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Deutsch-Ruandischer Jugendaustausch

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Trainingslager der Fußballmädchenmannschaft GFC Rambura aus der Holzheimer Partnergemeinde Rambura/Ruanda vom 18.05. – 27.05.2009 in Holzheim und in der Region Diez

Seit 21 Jahren besteht zwischen der Ortsgemeinde Holzheim und dem ruandischen Sektor Rambura (vor Verwaltungsreform Birembo) eine kommunale Partnerschaft. In diesem Zeitraum wurde in Zusammenarbeit mit unseren ruandischen Partnern als Hilfe zur Selbsthilfe insgesamt 36 Projekte in den Bereichen Verbesserung der Infrastuktur, der Bildung, der Gesundheitsvorsorge und der Unterstützung von Witwen und Waisen gefördert und realisiert.

Die Jugend aus unserer Partnergemeinde hatte von jeher den Wunsch, Sport zu treiben. So wurde vor Primarschule Birembo ein Kleinspielfeld gebaut. Dies entsprach jedoch nicht ganz den Bedürfnissen der fußballbegeisterten Jugend, zumal der Fußball in Ruanda durch den DFB und den FV Rheinland in Form von Trainerausbildung seit einigen Jahren stark unterstützt wird und die Jugend begeistert. Was fehlte war in Rambura ein Fußballplatz.

Keine einfache Baumaßnahme in diesem hügeligen Gelände. Aber wir haben diesen Wunsch erfüllt. In Handarbeit mit Hacke, Schaufel und Schubkarren haben etwa 100 Bürger aus der Holzheimer Partnergemeinde gegen einen Tageslohn von 1, - € unterhalb einer Mädchensekundarschule und der Primarschule Rambura in wenigen Wochen einen Fußballplatz gebaut.

Großes Interesse am Fußball zeigen auch die Mädchen, insbesondere Mädchen der in der Nähe des Sportplatzes gelegenen Mädchensekundarschule mit Internat. Da in Afrika der Frauenfußball, außer in Nigeria, keinen sehr hohen Stellwert besitzt, sehen wir hier für Ruanda eine Chance, im Mädchen- und Frauenfußball in Afrika demnächst eine führende Rolle einzunehmen.

Mit der Jugend beginnend haben wir mit 16-Jährigen Mädchen im Oktober 2008 den Sportplatz vor 3000 Zusschauern eingewiehen und eine Mädchenfußballmannschaft, den GFC Rambura, gegründet. Dies, um auch der Fußballjugend in einer ländlichen Region eine Chance zu geben.

Vom 18.05. – 27.05. besuchte nun die von uns aufgebaute und unterstütze B-Juniorinnenmannschaft aus Rambura ein Trainingslager im Kasernengelände des Schlosses Oranienstein in Diez.

Durch Training und 6 Freundschaftsspiele wurde die Mannschaft, als einzige Mädchenmannschaft aus einer ländlichen Region Ruandas, auf Meisterschaftsspiele in der ersten ruandischen Frauenliga durch einen DFB-Trainer und die ruandische Nationaltrainerin vorbereitet. Die Besuchergruppe bestand aus 15 Personen: 12 Mädchen im Alter von 16 Jahren, ihrem Heimtrainer, einen Sportlehrer aus Rambura, der Nationaltrainerin und einem Vertreter der FERWAFA. Alle Mädchen sind arm, die Eltern sind Landarbeiter und verdienen nicht mehr als 25, - € im Monat.

Das Trainingslager war ein voller Erfolg. Wir erfuhren dabei sehr viel Unterstützung z.B. vom Auswärtigen Amt, dem Innenministerium Rheinland-Pfalz, dem DFB, dem FV Rheinland, der Lotto Stiftung, von Firmen und Vereinen der Region, insbesondere vom VfL Altendiez, TuS Holzheim, der Freiwilligen Feuerwehr Holzheim und von der Bundeswehr.

Sportartikel und Sportkleidung (Trainingsanzüge, Trikots, Fußballschuhe usw.) wurden von Firmen und Vereinen der Region gespendet Die Gäste aus unserer Partnergemeinde haben folgende Freundschaftsspiele ausgetragen:

19.05. - gegen VfL Eschhofen/SV Thalheim auf Kunstrasenplatz in Lindenholzhausen 4 :0
20.05. - gegen C1/B VfR 07 Limburg (2. Platz Hessenliga) 1 : 8
21.05. - gegen C1 – TSG Hoffenheim (Bad. Spitzenmannschaft) 0 : 10
22.05. - gegen TuS Katzenelnbogen/Klingelbach 3 :0
24.05. - gegen TuS Burgschwalbach /VfL Osterspay in Hahnstätten 4: 1
26.05. - gegen MSG Altendiez/Diez/Freiendiez (verstärkt durch Spielerinnen des Rheinlandmeisters 1.FFC Montabaur), Sportplatz „Lahnblick“Altendiez 1:4

Mit 3 Siegen und 3 Niederlagen gegen deutsche Spitzenmannschaften eine ausgeglichene Bilanz.

Das Trainingslager leistete auch einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Partnerschaft Rheinland- Pfalz/Ruanda und der Völkerverständigung. So war einer der Höhepunkte ein gemeinsamer Grillabend am 23.05. mit der Feuerwehrjugend aus Holzheim und aus Mönkeberg, der deutschen Partnergemeinde von Holzheim, bei dem die Jugendlichen gemeinsam sangen und tanzten.

Helmut Weimar, Ruandabeauftragter

 

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